Die Mauer steht – MV und seine nicht ganz einfache Geschichte
Die Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns fällt genauso unspektakulär aus wie das Wetter. Mittlere Temperaturen, kaum große Katastrophen, aber eben auch nicht allzu viele Glücksfälle. Der Frühling warm, der Sommer verregnet, im Winter taut der Schnee, kaum dass er gefallen ist. Während in den Metropolen die Weltgeschichte buchstäblich unter jedem Stein lauert, sind in Mecklenburg oder Vorpommern die Steine einfach nur Steine und atmen allenfalls Salpeter aus, und das nicht unbedingt zur Freude derer, die die feuchten Keller und Mauern bewohnen. Vielleicht kann man so den notorischen Spruch „Allens bliwwt bi’n ollen“ („Es bleibt alles beim Alten“) verstehen.
Also nichts zu erzählen? Mitnichten: Mecklenburgs Geschichte beginnt auf einem Friedhof, später stieg man zu Weltruhm auf – der Hanse als eine Art Mitfahrzentrale sei Dank. Es gab die Königin der Herzen und es gibt den letzten Russenpanzer. Was noch an Bemerkenswertem in der Geschichte Mecklenburgs und Vorpommerns berichtet werden müsste – davon erzählt dieses Kapitel.


