Reiseführer MeckPomm

Ente über Bord – Fregatten auf der Hanse Sail

 

Am westlichen Ende des Rostocker Stadthafens reihe ich mich in den Strom der Menschen ein. Dort liegt das Hotelschiff Georg Büchner unweit der eleganten Segelbootgeschosse, die mit 26 Meter hohen Masten, so hoch wie ein achtgeschossiges Haus, ein paar Jahre zuvor bei der halsbrecherischen Regatta „Volvo Ocean Race“ um die halbe Welt gejagt sind. Nun empfangen die Hochgeschwindigkeitsschiffe zahlungskräftige Touristen, Geschäftspartner und Betriebsausflügler. Aus den Lautsprechern über mir tönt: „Der fünfjährige Dennis vermisst seine Eltern und freut sich, im Presse-Büro der Hanse-Sail vor der NDR-Bühne wieder abgeholt zu werden“. Am Haribo-Stand, der die lustig-süße Gelatinemischung auf 10 Metern wie andernorts Gemüse feil bietet, ist der arme Junge sicher nicht vorbei gekommen. Zufällig stehe ich im Augenblick der Durchsage neben der Mutter, die gerade eben noch hinter einem Plüschtierkäfig mit Greiferarm nach ihrem Jungen suchte. Sie schaut sich um und ruft „Je(äääää)ns, sie ham’ De(äääää)nnis“. Keine Antwort, denn nun fehlt Jens, offenbar der männliche Erziehungsberechtigte des kleinen Rackers. Verzweifelt blickt sie sich um.

 

Verlorene Familienangehörige, eine Ente im Heißluftballon, verschiedene Schiffstypen und mehr im Buch “Mecklenburg-Vorpommern. Anleitung für Ausspanner”.

 

 

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