Diktatur unter Segeln
Sie haben vor, Ihren Aufenthalt in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Segeltörn abzurunden? Nur zu! Allerdings sollte man nicht ganz und gar uninformiert ein Segelboot betreten. Nur so viel: An Bord herrscht Diktatur. Lassen sie Ihre Persönlichkeit und Ihren Willen an Land – und überlassen sie an Bord das Denken dem Skipper. Das ist der Kapitän – und der hat das Sagen. Unser Buch widmet sich in diesem Kapitel ausgiebig dem Segeln und der Spezies des Seglers.
Für Wassersportler ist Mecklenburg-Vorpommern ganz bestimmt das Paradies. Die Ostsee- und Boddenrevier sind herrlich weitläufig und niemals überfüllt. Und auch die Seen des Landes haben es in sich – und eignen sich ideal dafür, mit Kanu, Floß oder Hausboot erkundet zu werden.
Segeln ist ein Sport, der auch in Mecklenburg-Vorpommern auf eine mehr als 100-jährige Tradition zurückblickt. Und wo gesegelt wird, da ist auch der Wettbewerbsgedanke nicht weit. Regatta nennt man ein Wettrennen unter Segeln, und eine der bekanntesten Veranstaltungen dieser Art ist zweifellos die Warnemünder Woche. Einer ihrer langjährigen Organisatoren, Gerhard Martens, hat uns ein umfangreiches Redemanuskript zur Verfügung gestellt, in dem er die Geschichte der Segelwettbewerbe vor Warnemünde aufblättert. Den Text finden Sie hier.
Informationen zu den aktuellen Warnemünder Wochen finden Sie unter www.warnemuender-woche.com
Mecklenburg-vorpommersche Segler sind organisiert. Es gibt eine Vielzahl von Clubs an Binnengewässern, an den Bodden und an der Ostsee. Zusammengefasst sind sie unter dem Dach des Deutschen Seglerverbands. Auf www.svmv.de finden sie Informationen zu Segelklubs in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Oldtimer der Bodden
Wenn vom Bodden-Segelrevier die Rede ist, dann sind die vielgerühmten „braunen Segel“ nicht weit. Gemeint sind die alten Zeesen, die überall anzureffen sind und gemächlich ihre Bahnen ziehen – viele auch mit Touristen und Gästen an Bord.
Die Zeesen oder Zeesboote – das ist auch so eine mecklenburg-vorpommersche Eigenart. Als Zeesen wurden ursprünglich spezielle Fangnetze bezeichnet, mit denen die Fischer vor Stralsund oder Barth auf Beutezug waren. Heute steht das Wort nur noch für die alten und meist mühevoll aufgearbeiteten Holzboot-Oldtimer mit Gaffelsegeln – und dem dunkelbraunen Tuch.


